Zahnarztpraxis

Dr. med. dent. Oliver Krapf &

Dr. med. dent. Kristina Krapf

 

Am Binnenhafen 3

25840 Friedrichstadt

Tel. (04881) 555

 

 

Parodontologie

Eine Parodontitis, welche im umgangssprachlichen Sprachgebrauch auch als Parodontose bezeichnet wird, ist eine sehr häufige Erkrankung des Zahnhalteapparates, welche zu Knochenverlust rund um die Zähne herum führt und im Endstadium Zahnausfall zur Folge hat.

Entstehung

Es sind mehrere Faktoren ausschlaggebend für die Entstehung und das Voranschreiten einer Parodontitis. Beläge, welche sich auf den Zahnoberflächen absetzen führen neben Kariesbildung zu Zahnfleischentzündungen. Diese Entzündung im oberflächlichen Zahnfleischbereich kann mit der Zeit auf den Knochen übergreifen, woraufhin sich dieser als Entzündungsreaktion immer weiter zurückzieht. Da das Zahnfleisch angeschwollen ist und eine Parodontitis in aller Regel chronisch und ohne Schmerzen abläuft, ist für den Laien der Knochenabbau häufig erst sehr spät daran zu erkennen, dass die Zähne plötzlich locker werden oder sich ein Abszess am Zahnfleisch bildet. Ein frühes Anzeichen für eine beginnende Parodontitis kann Zahnfleischbluten sein. Dieses muss aber nicht in allen Fällen vorliegen. Gerade bei Rauchern ist oft trotz einer vorliegenden Parodontitis kein Bluten zu erkennen, da durch Stoffe im Zigarettenrauch die Blutgefäße verengt werden und es von daher nicht so schnell blutet.

Neben nicht vollständig entfernten Zahnbelägen durch eingeschränkte Mundhygiene gibt es weitere Risikofaktoren, welche zu einer Parodontitis führen. Besonders hervorzuheben sind das Rauchen und Diabetes. Ferner gibt es einige andere seltene Stoffwechselerkrankungen, die zu schnellem Voranschreiten einer Parodontitis führen. Ebenfalls ein erhöhtes Risiko zur Entstehung von Erkrankungen im Mundbereich besteht bei schwangeren Frauen. Bitte achten Sie in der Schwangerschaft besonders auf eine optimale Mundhygiene!

Symptome

Sollten Sie bei sich selbst eine der folgenden Dinge beobachten, so machen Sie möglichst bald einen Termin zur Kontrolluntersuchung bei uns aus:

  • Zahnfleischbluten
  • gerötetes, geschwollenes oder eitriges Zahnfleisch
  • Blut im Mund nach dem Essen oder Zähneputzen
  • Mundgeruch
  • frei liegende Zahnhälse
  • verlängert erscheinende Zähne
  • plötzliche Zahnwanderungen
  • lockere, wackelnde Zähne

 

Folgen außerhalb des Mundraumes

Durch eine Parodontitis sind sehr viele Bakterien im Mundraum vorhanden welche durch Eindringen in die Blutbahn zu anderen Erkrankungen führen können bzw. diese verstärken können. Es wird beispielsweise ein erhöhtes Schlaganfallrisiko diskutiert, Diabetiker haben es schwerer, den Blutzucker richtig einzustellen, das Risiko von Entzündungen von „Ersatzteilen“ im Körper wie z.B. Hüftgelenksprothesen oder künstlichen Herzklappen steigt an.

 

Behandlung der Parodontitis

Ziel der Parodontosebehandlung ist die Entfernung der Zahnbeläge, des Zahnsteines und der Konkremente (Zahnstein unter der Zahnfleischoberfläche) und die Herstellung hygienischer Mundverhältnisse, die es Ihnen erlauben, des Mundraum wieder selbst sauber halten zu können. Zu Beginn der Parodontosebehandlung wird eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt (1-2x) und in dieser Phase zusammen mit Ihnen die häusliche Mundhygiene optimiert. Im Rahmen der eigentlichen Parodontosebehandlung werden dann die restlichen Ablagerungen auf den Zahnoberflächen vor allem unterhalb der Zahnoberfläche in mehreren Schritten gründlich unter örtlicher Betäubung entfernt und die Zähne glatt poliert. In seltenen sehr schweren Verlaufsformen kann eine zusätzliche medikamentöse Behandlung nötig sein. Dies betrifft aber nur sehr wenige Patienten.

Durch die modernen, schonenden Instrumente und Techniken, die wir verwenden, können wir in aller Regel auf ein chirurgisches Vorgehen wie es früher häufig durchgeführt wurde, verzichten. Diese chirurgischen Eingriffe sind nur bei sehr wenigen, besonders ausgeprägten Parodontitisformen durchzuführen!

 

Nachsorge

Wichtig im Rahmen einer Parodontosebehandlung ist eine gute Nachsorge!

Da zeitlebens ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion besteht, ist eine optimale Mundhygiene für Sie sehr wichtig. Wir unterstützen Sie in einem individuell festgelegten Nachsorgeintervall regelmäßig und entfernen die Beläge, die sich wieder anlagern. Das Nachsorgeintervall umfasst in der Regel 2-4x jährlich eine professionelle Zahnreinigung als „parodontale Erhaltungstherapie“. Gerne nehmen wir Sie in unser elektronisches Erinnerungssystem („Recall“) auf.

Die Behandlungskosten für die Parodontosebehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen. Die Kosten für die Zahnreinigungen sind von Ihnen leider selbst zu zahlen. Bei Fragen hierzu sprechen Sie uns gerne direkt an!